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Der Film Ungleichland. Wie aus Reichtum Macht wird.

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Am Thema Wohnen wird die gesellschaftliche Ungleichheit aufgezeigt. Und darüber gibt es diesen tollen Beitrag in der ARD Mediathek. Ungleichland. Wie aus Reichtum Macht wird.
Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich erstmal .... für ein paar Sekunden saß ich da, sprachlos und ratlos und dachte über die letzte Filmsequenz nach:
Herr Gröner sitzt im weißen Hemd mit blauer Krawatte auf einer Couch in einem Zimmer mit riesigen Fensterscheiben, in denen sich die Inneneinrichtung spiegelt: Designermöbel. Er tippt auf die Tasten des Laptops, das auf dem Couchtisch steht. Dann fragt ihn die Reporterin: "Fühlen Sie sich denn mächtig?" Er hört auf zu tippen, wendet sich der Fragerin zu, lächelt ein wenig, reibt sich die Hände, sagt "ja" und nickt dabei. Dann die Reporterin: "Und wer ist mächtiger, Sie oder Politiker?" Gröner: "Naja, wir sind schon mächtig, wir Unternehmer. Wir sind deutlich mächtiger, weil wir sind unabhängig. Ich würde gern in die Politik …

"Gemeinschaft leben" im Radio

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Das Thema Gemeinschaft leben wird in 4 Sendungen von jeweils einer halben Stunde wunderbar vielfältig dargestellt. Hörenswert!
Hier gehts zur Website, wo die Sendungen als Podcast abrufbar sind.

Interview mit Frank Nitsche, Vorstand der Möckernkiez eG in Berlin

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Können wir mal ein paar Daten und Fakten benennen? Wie viele Wohnungen gibt es hier?
471 Wohnungen, von 1 bis 7 Zimmer und von 28 bis 150 Quadratmeter. Die Mehrzahl ist im Bereich von 2 bis 3 Zimmer, zwischen 45 und 70 Quadratmeter, da spielt sich sehr viel ab. Die Genossenschaft war nicht frei in der Wahl der Zusammensetzung, sie hatte gewisse Spielräume, die waren vom Bezirk vorgegeben. Innerhalb der 471 Wohnungen haben wir auch 6 Spezialwohnungen, sogenannte Studio-WGs. Das sind Wohnungen in der Wohnung, das heißt mit anderen Worten, wenn Sie aus ihrer Ein- oder Zweizimmer-Wohnung heraustreten, dann sind Sie nicht in einem Treppenhaus, wie üblich, sondern Sie sind in einer Gemeinschaftsfläche, die Sie sich mit 3 anderen Parteien teilen. 



Interview mit Tanja Corbach, Bildende Künstlerin

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Du hast letztes Jahr ein Projekt in Köln gemacht. Ja, Anfang 2017 habe ich für die GAG, eine große Wohnungsbaugesellschaft in Köln, ein Beteiligungs-Projekt in Köln-Buchheim mit knapp 100 mitwirkenden Bürgern/innen ausgeführt. Es ging um die Gestaltung der Außenwände einer im Lebensraum sehr präsenten Blockgarage. Vonseiten der GAG gibt es eine große Aufmerksamkeit, was das Einbinden der Bewohner/innen angeht. Sie haben ein großes Bewusstsein dafür, wie wichtig der soziale Aspekt für diese Quartiere ist. Für mich war das Spannende an diesem Projekt, dass es ganz offen angelegt war. Das heißt, es konnten über 4 Tage sämtliche Bewohner/innen mitmachen. 
Hier gehts zum Interview





Beginenhof eG in Köln, ein Interview mit Christine Müthrath.

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Würdest du sagen, dass alle, die so ein Wohnprojekt planen, den Kostenfaktor für eine Projektbegleitung nicht scheuen sollten?

Auf jeden Fall. Es kommt natürlich drauf an. Wenn es eine Gruppe gibt mit Menschen, die etwas vom Bauen verstehen und die geschult sind... aber allgemeine Fähigkeiten allein reichen nicht, man braucht mehr, man braucht Menschen, die Kompetenzen diesbezüglich mitbringen. Projekte des sogenannten „Anderen Wohnens“ sind ein neuer, umfassender Kompetenzbereich. So ein Projekt erträgt es nicht, dass erst noch lange Kompetenzen entwickelt werden, die müssen schon da sein, glaube ich. Wir haben auch viel gelernt, aber es braucht jemanden, zumindest in der Anfangsphase, der vernetzt ist und Verhandlungstechniken zur Verfügung hat und auch immer wieder die Gruppe motivieren kann. Denn es gab auch immer mal wieder Durststrecken. Ich finde professionelle Projektbegleitung sehr wichtig.



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Die GAG Immobilien AG in Köln und Gemeinschaftliche Wohnprojekte

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Im Januar 2018 habe ich mich zum Interview mit Sabine Seitz getroffen, Referentin für neue Wohnformen, Soazialmanagment der GAG Immobilien AG in Köln.
Unter anderem habe ich sie gefragt:
Was muss eine Gruppe bieten, um für die GAG interessant zu sein? Was erwarten Sie von einer Gruppe?
Sabine Seitz: Also ich muss bei einem Gespräch das Gefühl haben, dass sie genau wissen, was sie wollen und auch starke Persönlichkeiten an der Front haben.

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Marion Volkmar

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Ein Auszug aus dem Interview mit Marion Volkmar von der Genossenschaft in Gründung "Hof der Familie" in Köln-Rondorf.
"Wir hatten mit unserem Berater schon einmal einen Workshop zur Finanzplanung gemacht, und da sind die verschiedenen Dinge, die man berücksichtigen muss, besprochen worden. Wir wissen ja auch noch nicht, wie viel wir für das Grundstück zahlen müssen und wie hoch letztendlich die Baukosten sind, das ist alles noch offen.
Das alles noch nicht zu wissen ist aber offensichtlich kein Hinderungsgrund, die Genossenschaft zu gründen.
Nein. Das sind wir umgangen, indem wir sagen, diese Summen legt die Mitgliederversammlung fest."
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Heide Wroblewski

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Im November 2017 habe ich Heide Wroblewski in Karlsruhe in ihrem Wohnprojekt besucht und ein Interview mit ihr gemacht. Unter anderem sagt Heide:
"Gemeinschaftsleben geht nicht ohne Räume, wo man sich treffen kann. Von Anfang an war klar, dass, wer hier einziehen möchte, zu der Wohnung, die er nehmen wird, sei es nun in Eigentum, in der Genossenschaft oder als Mieter, 5 Prozent der Entstehungskosten der Wohnung zusätzlich zahlen muss für die Gemeinschaftsräume und die Gemeinschaftsgrünflächen."

Hier gehts zum ganzen Interview.


Eine Gemeinschaft kann zu einem egozentrischen System werden.

Die Interviews mit Männern und Frauen aus Gemeinschaftlichen WohnprojektGruppen führen zu Erkenntnissen, die ich so nicht erwartet hatte. Eine dieser Erkenntnisse ist, dass eine Gruppe, die Gemeinschaft anstrebt, ein egozentrisches System entwickeln kann. Egozentrik verbindet man gemeinhin mit einem einzelnen Menschen und nicht mit einer Gruppe von Menschen.
Ohne viel drüber nachgedacht zu haben, war ich davon ausgegangen, dass egozentrisches Verhalten in Gruppen abgebaut wird, abgebaut werden muss, weil der egozentrische Mensch sonst nicht klar kommt, wenn es um gemeinschaftliches Denken und Verhalten geht. Mir war überhaupt nicht klar, dass eine ganze Gruppe sich egozentrisch verhalten kann, und mich interessiert die Frage, wie es dazu kommen kann.
Bis jetzt habe ich lediglich Vermutungen. Ich werde ihnen nachgehen und von meinen Erfahrungen berichten.
Übrigens: Wikipedia definiert: Egozentrik (lateinischego „ich“ und centrum „Mittelpunkt“) bezeichnet die Eigenschaft des menschliche…

Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.

Sprichwort der Aborigines